Frisch... knackig... hand geerntet... aus der Region...
das alles bekommen sie bei
Es geht um die …
… Erde
Alles dreht sich um die Erde, die wir „dirndln“ buchstäblich in unseren Händen halten. Sie ist die Basis, um auch in Zukunft wertvolle Lebensmittel ernten zu können. Und im wahrsten Sinne der Grund für unsere Arbeit.
Wir sind eine Marktgärtnerei mit Haltung, Hand und Herz.
Die Erde ist unsere Welt. Wir sind glücklich, wenn wir mit unseren Händen den Boden bearbeiten und uns die Sonne ins Gesicht scheint. So wird Gemüse mit den höchsten Ansprüchen an Menschen, Tiere und Natur produziert – bio – logisch!
Unsere Haltung? Oft gekrümmt, am Feld.
Aber immer aufrecht, wenn’s darum geht, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen.
Unsere Hände? Rauh, mit Erde unter den Fingernägeln.
Aber in jeder Beziehung sauber und sanft zu allem, was hier lebt und gedeiht.
Unsere Herzen? Groß und offen für alles und alle, die sich mit uns und unserer Natur verbunden fühlen.
DIRNDLN & mehr
Sarah & Dreamteam. Wir dirndln.
Ich, Sarah Schmolmüller, von der Stadt aufs Land.
Zuerst studierte ich Tourismus, danach Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement. Schrieb meine Masterarbeit über die Kooperation zwischen kleinstrukturierten Gemüsebaubetrieben, ehe ich 2020 mit 24 Jahren meine Marktgärtnerei auf einem Hektar biozertifizierter Fläche in Kirchberg am Wagram in Niederösterreich gründete.
Diese Arbeit, Handwerk im besten Sinne, macht glücklich – die Erde unter den Nägeln, die Sonne im Gesicht, das Zusammenspiel mit Freunden. Und den wachsenden Erfolg am Teller.
„Wir müssen wieder mehr auf unser Gefühl achten. Was tut uns gut? Was ist nährend? Das bezieht sich nicht nur auf Lebensmittel, sondern auch auf unsere Arbeit und unsere Beziehungen.“
Das Dreamteam. Eins mit der Natur. Eins mit uns.
Die Wahrheit ist: Unser Team funktioniert deshalb so gut, weil wir ein paar der wichtigsten Dinge gemeinsam haben: die Freude an der Arbeit, das Gefühl, etwas wirklich Sinnvolles zu tun, die Lust am körperlichen Einsatz, das gemeinsame Ziel. Und vor allem, ganz wichtig: den Spaß im Alltag.
Das gilt übrigens für jede Art von Beziehungen …
Danke, Dreamteam!
Echte Naturliebhaber. Unsere Kunden.
Wer uns kennt, liebt uns. Klingt ein bisserl eitel, ist aber so. Immer mehr Menschen wissen unsere Art des Anbauens zu schätzen. Daher beliefern wir dirndln die Spitzengastronomie jede Woche, nämlich 50 Wochen pro Jahr, mit erntefrischem Gemüse.
Unter anderem:
Kraus
Mast
Wir bringen’s. Zusammen. Unsere Partner.
Wir setzen auf Kooperation statt Konkurrenz. Deshalb arbeiten wir mit zahlreichen gleichgesinnten Partner*innen und Freund*innen zusammen – denn nur gemeinsam können wir die Lebensmittelversorgung regional und nachhaltig sicherstellen.
Er hat den kleinen Traktor für unsere Dammkultur und wir im Gegenzug die fleißigen Hände.
Eine Marktgärtnerei in Absdorf, die ihre Sämaschine mit uns teilt.
Es ist Österreichs größtes Unternehmen für samenfestes Saatgut. Von ihnen nutzen wir Überschüsse, die durch Züchtungsprojekte entstehen.
Kerstin Steidl ist unsere kompetente Partnerin rund ums Kraut.
Dach & Fach. Unsere Netzwerke.
Gesunde Ernährung gibt uns Kraft. Vernetzung macht uns noch stärker.
Heimvorteil. Die Kirchberger.
Die Kirchberger*innen wissen es zu schätzen, dass sie quasi vor ihrer Haustür bei den dirndln am feld wirklich gute Lebensmittel aus der Region erhalten. Und wir wissen es zu schätzen, Teil dieser wunderbaren Kirchberger Community zu sein. Danke dafür!
Bei uns kannst Du dir jeden Mittwoch einen Gemüsekorb auf Vorbestellung (25€ pro Korb) oder Deine individuelle Bestellungen direkt am Feld abholen. Hier bestellst du online – von Freitag bis Montag – um, Dein Gemüse am Mittwoch am Feld abzuholen.
AM FELD
Von der Hand in den Mund. Gemüse wie damals.
Wir sind eine Marktgärtnerei. Das bedeutet, wir bauen auf kleinster Fläche – ca. 1 Hektar – Gemüse und Obst nach Kriterien an, die über die herkömmlichen biologischen noch weit hinaus gehen. Unsere Beetmaße sind an die des Menschen angepasst, da wir mit unseren Händen und vollem Körpereinsatz das Feld bestellen. Unser frisches Bio-Gemüse mit über 300 Sorten bringen wir direkt zu unseren Kunden.
Nur Wasser, Sonne, Erde.
Den Unterschied sieht man, riecht man, schmeckt man.
Das Konzept der Marktgärtnerei ist vielschichtig, wie unsere Böden!
Achtung, fertig, Löss! Unser Boden.
Unsere Felder liegen in Kirchberg am Wagram, einer in Österreich einzigartigen Region.
Die Kombination aus kühler Luft vom Manhartsberg und warmer pannonischer Luft schafft hier mit den großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht ein ganz besonderes Mikroklima.
Und der bis zu 20 Meter tiefe Lössboden bildet eine besonders fruchtbare Grundlage für unsere Marktgärtnerei: Dieser Gesteinsstaub (Schluff) wurde in der Eiszeit aus der Kältesteppe hier angeweht und dient jetzt als lehmig-sandiger, kalkiger und speicherfähiger Boden mit ausgewogener chemischer und mineralogischer Zusammensetzung.
Ein Haufen Vorteile. Die Dammkultur.
Unsere Arbeit soll von Grund auf naturnah sein. Deshalb nützen wir das ganzheitliche Anbausystem die Turiel-Dammkultur, um gesunde Böden aufzubauen. Wir fördern damit das Bodenleben, um Gesundheit und Ertrag der Pflanzen auf natürliche Weise zu optimieren.
Mit dem Dammgerät werden die Schichten der Erde belüftet, nicht stark gewendet oder vermischt – gemäß der Weisheit: „Der Boden soll so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig bewegt werden“.
Vielfalt leben. Einfach machen.
Wir setzen auf Vielfalt, denn Vielfalt ist Leben. Ein breites Feld an Gemüse- und Obstsorten, darunter viele Raritäten und samenfeste Sorten, die als Saatgut wiederverwertet werden, zeigen: autarkes Leben ist möglich. Aber nicht selbstverständlich. Der Selbstversorgungsgrad Österreichs mit Gemüse liegt bei nur 55 % (Versorgungsbilanz Statistik Austria 2023/24).
Finster & kalt. Schmeckt besser.
Bei uns geht’s recht spartanisch zu. Wir leben in einem Wohnwagen direkt am Feld; und unsere Folientunnel werden selbst im Winter nicht beheizt und haben kein künstliches Licht.
Das wirkt sich auf den Geschmack aus.
Eine Pflanze, die Trockenstress erlebt hat, schmeckt intensiver.
„Die Früchte wachsen hier ganz von alleine, ziehen ihre Kraft aus dem guten Boden und gedeihen durch das natürliche Sonnenlicht, ohne Substrat oder künstliche Beheizung im Winter“.
Kurz und gut. Unsere Direktvermarktung.
Umwege mögen wir nicht so. Dafür mögen wir den Kontakt zu den Menschen, die wir beliefern, umso lieber. Deshalb ist Direktvermarktung für uns so wichtig. Es macht einfach Freude, in die frohen Gesichter unserer Kunden zu blicken.
Außerdem, je kürzer die Wege, desto frischer die Ware. Das gilt auch für unser regionales, saisonales Obst & Gemüse.
Wachsende Freude. Unser Sortiment.
Von Artischocke bis Zitronengras.
Von der Artischocke über Salat, Rhabarber, Paradeiser, Pak Choi, Zitronengras und Okra bis hin zum Baby-Fenchel wächst bei uns eine Sortenvielfalt im Rhythmus der Natur, ganz ohne künstliche Eingriffe.
Wir bieten eine reiche Auswahl an:
Bio-Gemüse
Bio-Jungpflanzen
Bio-Kräutern
Bio-essbaren Blüten
Bio-Blumen
Bio-Obst
Bio-Eiern.
Wasser wird länger gespeichert.
Bei aufgehäuften Dämmen steigt das Wasser bis in den Dammkern und wird von der lockeren Erdschicht wie ein Mulch bedeckt. Die poröse Bodenstruktur und die Dammpflege verhindern Verdunstung und führen zu einer deutlich verbesserten Wasserspeicherung in Trockenperioden und einer höheren Aufnahmekapazität bei viel Niederschlag.
Die Erde atmet.
Die Form der Dämme lässt einen Tal- und Bergwind entstehen. Tagsüber steigt die erwärmte Luft von der Furche bis zur Dammspitze, nachts sinkt die abgekühlte Luft in die Furche. Der Luftzug zur Dammspitze erweitert sich bei einer wachsenden Kultur bis an die Blätter und fördert die Kohlendioxidaufnahme. Der Luftaustausch findet bei lockeren Dämmen auch in der Erde statt – davon profitieren Wurzeln, Mikroorganismen und Pilze.
Licht und Schatten beleben das Mikroklima.
Durch die vergrößerte Oberfläche am Damm treffen Sonnenstrahlen mit unterschiedlicher Intensität auf den Boden. Unterschiede in der Sonneneinstrahlung und Beschattung erzeugen ein besonderes Mikroklima.
EVENTS
Save the nature. Save the date.
Wir feiern das Leben und tragen unsere Idee von wirklich gutem Leben in die Welt hinaus.
Es ist die Idee von einem Leben im Rhythmus der Natur, vom liebevollen Umgang mit dem, was uns die Erde schenkt, von Menschlichkeit und Gemeinsamkeit.
Immer was löss. dirndln live.
Good life – live: Sarah hält Vorträge, Workshops und Pop-Up-Events ab.
Damit nicht nur das Gemüse, sondern auch das Bewusstsein für nachhaltige Lebensweise wächst.
Unsere Termine. Dabei sein ist alles!
Unsere Arbeit soll von Grund auf naturnah sein. Deshalb nützen wir das ganzheitliche Anbausystem die Turiel-Dammkultur, um gesunde Böden aufzubauen. Wir fördern damit das Bodenleben, um Gesundheit und Ertrag der Pflanzen auf natürliche Weise zu optimieren.
Mit dem Dammgerät werden die Schichten der Erde belüftet, nicht stark gewendet oder vermischt – gemäß der Weisheit: „Der Boden soll so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig bewegt werden“.
TEAMBUILDING
Wer Samen sät, lernt Vertrauen.
Wer pflegt, lernt Geduld.
Und wer gemeinsam erntet, erfährt, was Zusammenarbeit wirklich bedeutet.
Wachstumsmarkt gesucht? Bei uns sind Sie richtig.
Unsere Marktgärtnerei lässt echtes Wachstum erleben.
Hier, wo Sonne, Wind und Erde den Takt angeben, erlebt Ihr Team, was echtes Wachstum bedeutet. Zwischen Beeten, Kräutern und reifem Gemüse entsteht ein Raum für Achtsamkeit und Verantwortung, Verbindung und Inspiration. Unsere Teambuilding-Erlebnisse bringen Kopf, Hand und Herz in Einklang – mit Erde unter den Fingern und Freude im Gesicht.
Achtsam am Feld – Lernen von und mit der Natur.
Ein exklusives Teamevent für Führungskräfte & Teams,
die sich erden, entschleunigen und neu verbinden wollen.
Bei uns wird nicht im Meetingraum diskutiert – sondern gemeinsam angepackt, gelacht und gelernt.
Ob Pflanzen, Jäten, Ernten oder Kochen – jedes Tun wird zur Metapher für gute Führung, Teamkultur und Kommunikation.
Sie kommen als Gruppe. Sie gehen als Team.
Ideal für:
- Führungskräfte & Manager:innen
- Teams, die Mental Health & nachhaltige Führung leben wollen
- Unternehmen, die Natur, Regionalität & Authentizität schätzen
- Teams mit bis zu maximal 20 Personen (ideal: 10-15 TeilnehmerInnen)
Ziele:
- Zusammenhalt stärken & Natur erleben
- Wachsende Freude & frisches Gemüse am Gaumen
- Teamgeist, Vertrauen & Kommunikation fördern
- Kreativität & nachhaltiges Denken anregen
- Verantwortung & Wertschätzung erleben
Erleben, was verbindet.
Maßgeschneidert für Ihr Team, Persönliche Angebote gerne möglich
Die Marktgärtnerei. Tradition mit großer Zukunft.
Das Produktionskonzept der Marktgärtnerei erlebt international enormen Zuspruch und wird auch in Österreich auf immer mehr Betrieben erfolgreich umgesetzt. Auf kleinen Flächen, mit vergleichsweise geringen Investitionen und minimalem Ressourcenverbrauch ist diese Form der Gemüseproduktion hocheffizient, produktiv und umweltfreundlich zugleich. Damit bietet die Marktgärtnerei konkrete Lösungen für die großen Themen unserer Zeit und wird zunehmend als wesentlicher Baustein eines zukunftsfähigen Ernährungssystems angesehen. Der Bedarf ist da: Der Selbstversorgungsgrad Österreichs mit Gemüse liegt laut Versorgungsbilanzen der Statistik Austria 2023/24 bei gerade einmal 55 %. Die Marktgärtnerei ist hier als Ergänzung, nicht als Konkurrenz zum größer strukturierten Feldgemüsebau zu sehen. Wissenschaftlich belastbare Zahlen zur Marktgärtnerei gab es für den mitteleuropäischen Kontext bisher kaum. Im Frühjahr 2022 wurde deshalb die Operationelle Gruppe (OG) Marktgärtnerei gegründet und hat als europaweit erstes groß angelegtes Innovationsprojekt damit begonnen, die Marktgärtnerei in Österreich wissenschaftlich fundiert zu untersuchen.
Das Comeback der Kleinstruktur
Die Marktgärtnerei ist ein innovatives, kleinstrukturiertes und hocheffizientes Produktionssystem zur regionalen Versorgung mit Gemüse. Es baut auf den Prinzipien der bio-regenerativen Landwirtschaft auf, nutzt direkte Vermarktungswege und ermöglicht so die Bewirtschaftung kleinster Flächen (meist rund 1000 Quadratmeter bis etwa 1 Hektar Anbaufläche) im Vollerwerb. Das Konzept der Marktgärtnerei ist damit nichts grundlegend Neues. Die Prinzipien dahinter gehörten lange Zeit auf vielen Betrieben ganz selbstverständlich zur gärtnerischen und gemüsebaulichen Praxis, gerieten im Zuge der „grünen Revolution“ und des technischen Fortschritts aber zunehmend in Vergessenheit. Die moderne Marktgärtnerei hat diese Ideen und Techniken wieder aufgegriffen, hinsichtlich Ergonomie und Effizienz weiterentwickelt und um innovative Kleingeräte und einfache technische Hilfsmittel ergänzt. Historischer Hintergrund Eliot Coleman, Pionier des biologischen Gemüsebaus in den Vereinigten Staaten von Amerika, hat sich bereits in den 1970er und 1980er Jahren mit den geschichtlichen Hintergründen dieses Produktionskonzepts beschäftigt und hebt in einem Buch „Handbuch Wintergärtnerei“ insbesondere die ausgefeilte Gemüseproduktion im Paris des 19. Jahrhunderts als Inspiration für die heutige Marktgärtnerei (engl. Market Gardening) hervor. Dieses „französische Gärtnereisystem“ war kleinstrukturiert (Durchschnittsfläche der Gärtnereien: 0,5 bis 1 Hektar) und zeichnete sich im Wesentlichen durch vier zentrale Merkmale aus:
Regionalität
Die gärtnerischen Kleinbetriebe befanden sich mitten in einer oder unmittelbar angrenzend an eine Stadt. Die Fläche der Pariser Gärtnereien machte in der Mitte des 19. Jahrhunderts etwa 6% des Pariser Stadtgebietes aus und ermöglichte eine vollständige Selbstversorgung der Stadt mit Frischgemüse.
Vielfalt & Qualität
Dieses System versorgte die Stadtbevölkerung das ganze Jahr über mit einer Vielzahl an Gemüsearten in bester Qualität und machte sich einfache saisonverlängernde Maßnahmen zunutze, um auch im Winter frisches Gemüse anbieten zu können.
Produktivität
Genaue Planung, intensivste Nutzung der kleinen Flächen sowie hochentwickelte Anbautechniken ermöglichten eine enorme Flächenleistung. Die Gärtner versorgten nicht nur die Pariser Bevölkerung mit Lebensmitteln, sondern exportierten sogar Gemüse nach England!
Nachhaltigkeit
Die nötige Wärme für den Wintergemüseanbau sowie die Zusatzstoffe für die natürliche Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit entstammten dem damaligen Transportsystem mit Pferden. Die Nutzung des Pferdemistes bewirkte, dass die Bodenfruchtbarkeit trotz des intensiven Produktionsniveaus von Jahr zu Jahr zunahm. Das System war praktisch und nachhaltig, aber auch wirtschaftlich höchst erfolgreich. Die Frühzeit der Traktoren und die Entwicklung mineralischer Düngemittel zu Beginn des 20. Jahrhunderts drängten den Gemüsebau jedoch zunehmend in größere und stärker mechanisierte Strukturen. Das Aufkommen der ersten Automobile führte zu einem Rückgang des Einsatzes von Pferden und damit zu einer Reduktion des für die Gärtnereien so wertvollen Pferdemistes. Das Wachstum der Städte bewirkte eine Verteuerung der Flächen, die landwirtschaftliche Nutzung derselben wurde unwirtschaftlich und so kam es zu einer sukzessiven Verbauung der Gärtnereiflächen rund um Paris. Ein beeindruckend tragfähiges gärtnerisches Modell ging zu Ende. Doch die Techniken und Ideen waren nicht gänzlich verloren. Eine neue Bewegung Eliot Coleman griff viele dieser Ideen und Prinzipien auf und übersetzte sie für die heutige Zeit, entwickelte altbewährte Techniken weiter und ergänzte sie um neue Methoden. Er begründete eine Art Wiederbelebung der Pariser Gemüsegärtnertradition und inspirierte zahlreiche Landwirt:innen, Gärtner:innen und Quereinsteiger:innen, es ihm gleich zu tun. Ohne große Flächen, ohne große Maschinen, ohne großes Startkapital. Eine neue Bewegung war geboren. Diese Bewegung der modernen Marktgärtnerei hat inzwischen stark an Popularität gewonnen – wohl nicht zuletzt aufgrund der steigenden Bedeutung sozialer Medien im Prozess von Meinungsbildung und Wissenstransfer. Die Videoplattform YouTube hat sich hier als wichtige Drehscheibe für den Erfahrungsaustausch erwiesen und neben Internetforen, Online-Kursen, Praktika und Büchern zahlreiche Menschen mit der Marktgärtnerei bekannt gemacht. Jean-Martin Fortier aus Kanada hat vor einigen Jahren mit seinem Bestseller „The Market Gardener: A Successful Grower‘s Handbook for Small-scale Organic Farming“ erstmals eine fundierte und umfassende Anleitung für den Aufbau einer erfolgreichen Marktgärtnerei veröffentlicht. Auf Deutsch ist das Buch 2017 unter dem Titel „Bio-Gemüse erfolgreich direktvermarkten“ erschienen. Auch in Österreich wurden seither Dutzende neue Marktgärtnereien gegründet, wenngleich viele der Grundprinzipien auch davor bereits von vielen kleinstrukturierten Gemüsebetrieben erfolgreich praktiziert wurden.
Merkmale der modernen Marktgärtnerei
Jede Marktgärtnerei ist anders. So vielfältig wie das Gemüse, so vielfältig sind auch die Betriebe und die Menschen dahinter. Es gibt aber einige Merkmale, die allen Marktgärtnereien gemein sind:
Durch die effiziente und vielfältige Bewirtschaftung kleiner Flächen überwiegend in Handarbeit soll auf natürliche Weise eine möglichst hohe Produktivität erreicht und zugleich die Bodenfruchtbarkeit kontinuierlich verbessert werden. Man spricht daher auch von bio-intensivem Gemüsebau – also nicht nur ökologisch, sondern auch hochproduktiv. Kaum wird ein Beet abgeerntet, folgt möglichst bald die nächste Kultur. Dabei werden dichte Bestände mit schnellem Bestandesschluss angestrebt, um höchste Erträge bei möglichst wenig Beikrautdruck zu erzielen. Marktgärtnereien arbeiten dabei in der Regel nach den Prinzipien der biologischen Landwirtschaft, sind aber nicht immer bio-zertifiziert. Statt schwerer Maschinen kommen innovative Kleingeräte, Einachsschlepper und mitunter kleine Traktoren zum Einsatz, um die menschliche Hand zu unterstützen. Der Bedarf fossiler Energieträger wird auf ein Minimum reduziert und fällt auf manchen Betrieben durch den Einsatz ausschließlich elektrischer Motorisierung oder dem grundsätzlichen Verzicht auf motorbetriebene Geräte ganz weg.
Ein typisches Erkennungsmerkmal ist die außergewöhnlich große Vielfalt im Sortiment von Marktgärtnereien. So werden im Jahresverlauf mindestens 40 bis 50 verschiedene Gemüsearten saisonal produziert – oft ergänzt um Kräuter und/oder Obst. Immer mehr Betriebe nutzen dafür auch die Wintersaison – mit ungeheizten Folienhäusern und geschickter Kulturführung. Vermarktet wird in erster Linie direkt an Konsument:innen in der Region – über Bauernmärkte, Gemüse-Kisterln, Onlineshops, Ab-Hof-Verkäufe oder Modelle der Solidarischen Landwirtschaft. Auch Kooperationen mit der Gastronomie werden von vielen Marktgärtnereien gepflegt. Ziel ist es jedenfalls, den größten Teil der Wertschöpfung am Betrieb zu halten, um damit den hohen Arbeitskraftbedarf abgelten zu können.
Viele Marktgärtnereien arbeiten mit Dauerbeeten statt mit den im Feldgemüsebau üblichen Reihenpflanzungen. Diese Beetstruktur wird einmal angelegt und in Beetblöcken gruppiert, um oft für viele Jahre an derselben Stelle bestehen zu bleiben. Einige Betriebe arbeiten aber auch in Reihen- oder Dammkultur. Wichtig ist in jedem Fall die Standardisierung der Reihen- oder Beetabmessungen am Betrieb, um die Planung der komplexen Kulturabfolge zu vereinfachen und Vliese, Folien, Bewässerungsmaterial usw. in einheitlichen Längen nutzen zu können.
Diese und weitere Prinzipien der Arbeitswirtschaft kommen zur Anwendung, um Handgriffe und Abläufe effizienter zu gestalten. Ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg einer Marktgärtnerei.
Landwirtschaft als attraktiver Arbeitsplatz
Mit dem bewussten Verzicht auf schweres und teures Gerät können die nötigen Startinvestitionen für einen derartigen Betrieb vergleichsweise niedrig gehalten werden. Die Einstiegsbarriere für an der Landwirtschaft interessierte Menschen wird dadurch gesenkt, die Amortisationsdauer verkürzt. Kleinstrukturierte Landwirtschaft kann damit wieder zu einem attraktiven Arbeitsplatz werden. Für Menschen aus anderen Berufen, aber auch für aktive Landwirt*innen und die nächste Generation am Hof. Gerade hier bietet die Marktgärtnerei bereits auf kleinen Flächen die Chance für ein zusätzliches Einkommen am Betrieb. Auch für den Einstieg in die Direktvermarktung oder die Erweiterung eines bestehenden Sortiments für Hofladen, Bauernmarkt oder Gastronomie bietet sich diese Form des Gemüsebaus an. Marktgärtnereien können damit ein wichtiges Fundament für den Fortbestand der kleinstrukturierten Landwirtschaft Mitteleuropas sein, bergen aber auch für urbane Räume große Chancen.
„Wir sehen das Konzept Marktgärtnerei als eine der vielversprechendsten Antworten auf die Fragestellungen unserer Zeit: Da wäre einerseits das Thema Resilienz – wir bieten ganzjährige saisonale Versorgung und regionale Ernährungssicherheit, wir arbeiten energieextensiv mit unbeheizten Folientunneln ohne künstliches Licht und wir arbeiten biologisch, d.h. wir lassen Leben zu und fördern es. Eine der wichtigsten Rollen kommt dabei dem Boden zu, denn nur ein gesunder, lebendiger Boden, der von Hand bearbeitet wird, bietet die Basis für Gemüse, das sich in Qualität und Geschmack von klassischer industriell erzeugter Ware absetzt.“
Bestelle hier
Gastronomie.
Bee to bee.
Die Qualität unserer erntefrischen Produkte wissen immer mehr Spitzengastronom*innen zu schätzen – und natürlich auch deren Gäste, denn man schmeckt einfach den Unterschied.
Bestell einfach über unser Onlinesystem MARTAS. Wir bereiten den Boden für Ihre Haube.
Hier geht’s zum Bestellsystem MARTAS
Privatkunden.
Gemüsekorb.
Der Dirndl-Gemüsekorb
Die dirndln geben dir einen Korb, der dir schmeckt.
Wir bestellen das Feld. Du bestellst den Dirndl-Gemüsekorb:
Jeden Mittwoch erntefrisch abzuholen von den Dirndln am Feld.
25 Euro für ehrliches Handwerk. Ganz flexibel ohne Abo.
Abholung
mittwochs ab 17 Uhr
Kirchberg am Wagram: direkt am Feld, Kreuzung Leopold-Figl-Gasse / Kremser Straße
Langenlois: Die Freibäckerin Kerstin, Holzplatz 2
Krems-Stein: Breadley Bistro & Café, Steiner Landstraße 82
Individuell.
Auch Privatkunden können individuell online über unser Bestellsystem MARTAS bestellen.
Abholung am Feld immer ab Mittwoch.
Gemüsetelefon: + 43 664 46 83 110
Es ist mehr als Gemüse.
„Wir sind ein Ort, an dem sich Menschen und Natur begegnen. Und das steht auch in unserer Philosophie ganz oben: Es ist mehr als Gemüse. Unser Tun dreht sich um einen gesunden Boden für heute und nachkommende Generationen, um authentischen Geschmack, um Vielfalt, um sinnvolle Arbeitsplätze für Menschen in der Region und um Empathie im Umgang miteinander.“
Kontakt
noch Fragen?
Solltest du noch Fragen haben, hab keine Scheu und schreibe uns einfach eine Nachricht. Wir gehen auf individuelle Nachrichten persönlich ein und melden uns so schnell wie möglich bei dir.
Liebe Grüße,
Sarah
